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Bei den Deutschen Meisterschaften und den Deutschen Jugendmeisterschaften der Distanzreiter ging es in Striegistal in Sachsen um den Titel und Medaillen. Erstmalig holte Julia Zielinski mit ihrem Romeo Gold, Silber ging an Bernhard Dornsiepen mit Zora A’Daimond, Bronze an Tatjana Stammen mit B Black Vision.

Julia Zielinski legte den 160 Kilometer langen Ritt in einer Gesamt-Reitzeit von 9 Stunden, 45 Minuten und 32 Sekunden zurück, ihre Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 16,395 Kilometern in der Stunde. Für Julia Zielinski, die Trainerin B im Distanzreiten ist und einen Hof mit Distanzpferden in der Nähe von Berlin betreibt, war es ihre erste DM. „Bislang war das nicht so im Fokus bei mir“, erklärte sie. Sie hat ihren elfjährigen Romeo selbst gezogen und ausgebildet. „Er ist schon ein etwas sensibles Pferd, aber wir kennen uns von klein auf und er vertraut mir und ich vertraue ihm“, so die neue Deutsche Meisterin.

Drei Minuten nach Julia Zielinski kam Bernhard Dornsiepen mit Zora A’Daimond ins Ziel (Reitzeit: 9 Stunden, 48 Minuten, 29 Sekunden / Geschwindigkeit: 16,313 km/h). Bernhard Dornsiepen war im Vet-Gate eigentlich immer vor ihr gewesen, die beiden starteten dann fast zeitgleich auf die letzte Runde. Dann setzte sich Julia Zielinski ab, erreichte kurz vor Dornsiepen das Ziel und gewann so ihren ersten DM-Titel. „Ich habe auf der letzten Runde etwas an Tempo zugelegt, ich mag es nicht, wenn erst kurz vor dem Ziel dann richtig Gas gegeben wird“, erklärte sie.

Bernhard Dornsiepen konnte wie in den beiden Jahren zuvor wieder die Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Bei der DM im vergangenen Jahr war sein Nachwuchspferd Zora ihren ersten „Hundertmeiler“ überhaupt gegangen und sie lief auch damals so topfit ins Ziel, dass sie am Ende nicht nur die Silbermedaille gewann, sondern auch noch den begehrten Best Condition-Preis erhielt. Das konnte Dornsiepen mit der zehnjährigen französische Araber-Stute Zora jetzt wiederholen, auch den Best-Condition-Preis erhielten die beiden wieder.

Bronze ging an mit Tatjana Stammen B Black Vision und einer Reitzeit von 11 Stunden, 39 Minuten und 55 Sekunden und einer Durchschnittgeschwindigkeit von 13,716 Kilometern in der Stunde. „Ich freue mich unglaublich darüber, dieses Jahr nochmal mit Vision teilnehmen zu können. Sie ist mittlerweile 18 Jahre und kontinuierlich mit nicht nachlassender Begeisterung mit mir unterwegs. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte sie im Vorfeld der DM. Auch 2023 konnte sie schon einmal die Bronzemedaille mit Vision bei der DM gewinnen.

Ganz knapp eine Medaille verpasste Stefanie Ulrich mit Kosmos Al Samarra, die dicht hinter Stefanie Ulrich ins Ziel kam (Reitzeit: 11:39:59 Stunden, Geschwindigkeit 13,715 km/h).

Die Deutsche Meisterschaft führte über sechs Runden. Zwischen den einzelnen „Loops“ absolvierten die Pferde die vorgeschriebenen tierärztlichen Kontrollen. Vor der fünften und sechsten Runde stand jeweils zusätzlich eine obligatorische Re-Inspektion an.

Deutsche Jugendmeister werden Süreyya Benter und Nabeel Ibn Prospekt. Auch die Deutsche Jugend-Meisterschaft wurde in Striegistal ausgetragen. Die Nachwuchs-Distanzreiter starteten über eine Strecke von 120 Kilometern. Hier ging der Sieg an die 17-jährige Süreyya Benter mit ihrem elfjährigen Nabeel Ibn Prospekt. Sie startet sein 2024 aktiv im Distanzreiten und konnte sich jetzt schon zum zweiten Mal für die DJM qualifizieren. Der elfjährige Nabeel war schon einmal Deutscher Meister, er hatte 2023 mit Mareike Messner die DM der Senioren gewonnen. „Nabeel ist sehr willensstark, am Ende ist er noch wieder richtig losgaloppiert, das ist schon beeindruckend, wie viel Energie er hat“, sagte seine Reiterin, die wie die Deutsche Meisterin ebenfalls im Landeskader Berlin-Brandenburg ist.

Silber ging an Kim Heise mit Hamasa Nizahi. Die 20-Jährige startete bereits zum dritten Mal mit ihrem jetzt elfjährigen Vollblutaraberwallach Hamasa Nizahi bei der DJM.

Die Strecke durch das Striegistal forderte einiges von Reitern und Pferden, denn durch die hügelige Streckenführung und wechselnde Böden mussten sie sich ihre Kräfte optimal einteilen. „Ich habe viel auf den Boden geachtet und immer das Tempo dem Boden angepasst, das war schon eine sehr anspruchsvolle Strecke“, berichtete die Deutsche Jugendmeisterin Süreyya Benter. (Quelle: Pferdesport Deutschland/evb)

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