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Am 21. Juni 2026 ist es nach neun Jahren Pause wieder soweit - am Tag der Landwirtschaft in Nahstätten im Rhein-Lahn-Kreis bieten zahlreiche Aussteller und Direktvermarkter landwirtschaftlicher Produkte das Erlebnis der “Grünen Woche” in klein. Der Bauern- und Winzerverband freut sich auf die Rückkehr des Formats. Der Tag der Landwirtschaft habe eine lange
Tradition, eine Neuauflage versuchte man bereits im Jahr 2020. Durch die Corona-Pandemie konnte die Veranstaltung nicht durchgeführt werden. Für dieses Jahr werden mehrere tausend Besucher erwartet, die sämtliche Land- und Forstwirtschaftliche Maschinen, Tier- und Zuchtschauen, Ponyreiten, Kutschfahrten, Weinproben und Essen aus der Region genießen können.

Das arabische Pferd wird präsentiert durch das Gestüt Kauber Platte und dem Ausbildungszentrum Kathrin Rohrbach. Das Team der Kauber Platte arbeitet zusammen und wird unterstützt durch den Asil Club, den Olms Verlag und den Verlag Equus Arabian. Durch die faszinierende Literatur können Interessierte das Kulturgut arabisches Pferd mit nach Hause nehmen und sich nachhaltig begeistern lassen.

Der Reitverein Flieden e.V. lädt vom 17. bis 19. Juli 2026 zu einem Turnier auf der Reitanlage "Am Weiher" in 36103 Flieden ein. Es finden Dressurprüfungen bis Klasse S und Springprüfungen bis Klasse M statt. Jede Prüfung wird zusätzlich für arabische Pferde ausgeschrieben und getrennt gewertet. Gastboxen sind vorhanden im Gestüt Rhön, welches sich in unmittelbarer Nähe befindet. Flieden liegt an der Autobahn A6 und ist über das Autobahndreick Fulda auf der A7 in wenigen Kilometern zu erreichen.

Anmeldungen an Herrn Uffelmann Telefon 0171/5705017

Bei der diesjährigen Körung und Hengstanerkennung des Zuchtverbandes für Sportpferde arabischer Abstammung im Rheinischen Pferdezentrum Schloss Wickrath nahmen am letzten März-Wochenende nur acht Pferde teil. Trotz der geringen Zahl der teilnehmenden Pferde wurde die Veranstaltung nicht abgesagt.

So fanden auch während der Pandemie die Körungen im Pferdezentrum in Alsfeld statt. Hierfür musste aufgrund der von der Regierung auferlegten Einschränkungen ein neues Konzept erarbeitet werden, das bis heute erhalten blieb. Es sieht vor, dass die zur Körung angereisten Hengste einer geschlossenen Beurteilung mit Musterung auf hartem Boden, einem anschließenden Freilauf und Springen sowie einem Vorführen an der Hand auf dem Dreieck unterzogen werden, bevor das Körurteil vergeben wird. Innerhalb weniger Stunden können die Hengsthalter wieder die Heimreise antreten.

Der Nachteil dieses Konzepts ist, dass kaum noch Zuschauer eine Körveranstaltung besuchen, da keine geschlossene Vorstellung aller zu körenden Hengste mehr erfolgt. Dadurch entfallen auch die einst so beliebten Züchterabende mit bezahlbarem Abendbuffet, die trotz allgegenwärtiger Globalität für einen Austausch unter Gleichgesinnten auch heute noch wichtig sind.

Das Ergebnis im Einzelnen:

Vollblutaraber.
Silas AB (Simply the Best AB x Esma AB)
Züchterin Angelika Bruckner, Besitzerin Stefanie Sabo, Julbach-Hart
gekört

Shagya Araber
SIRIUS (Balou ShA x Gaga Lady A)
Züchterin und Besitzerin Ingrid Früchtenicht, Neuenbrook
gekört

Sokrates al Samarra (Olymp Sh x Sofiia al Samarra)
Züchter u. Besitzer Gestüt Samarrastud, Al Samarraie, Rotenberg
gekört, prämiert und Körsieger

Arab.Partbred Typ Spezial
Painted Dijon (Painted Dragon x Golden Kailee)
Züchterin Susanne Hoffmann, Besitzerin Luisa Wachtelborn, Blankenhain/Kleinlohma
gekört

Englisches Vollblut
Hypernormativist (Snowy River a.d. Hot Shot)
Züchterin Nele Heemsoth, Besitzer Bötsch/Weber, Schopfheim
gekört und prämiert

Deutsches Edelblut
Showmaster S (Strahlemann x Sissi Top
Züchter und Besitzer Jürgen Schmidt, Bremen

Nimius BW Z (Night or Day x Zauberfarbe)
Züchterin u. Besitzerin Vanessa Weber, Schopfheim
gekört

Pintabian
Limited Hero (SH Limited Edition x Painted Soleil)
Züchterin Susanne Hoffmann, Besitzerin Luisa Wachtelborn, Blankenhain-Kleinlohma
Gekört

Die Zahlen sind eindeutig. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 3.244 nationale Turnierveranstaltungen ausgetragen — 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr, und im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 ein Rückgang von 9,1 Prozent. Die Zahl der Starts sank innerhalb von zehn Jahren von rund 1,5 Millionen auf eine Million — ein Minus von 28 Prozent. Jahresturnierlizenzen: rückläufig. Neu eingetragene Turnierpferde: rückläufig. Prüfungen: rückläufig. Der Trend erfasst mittlerweile jeden Parameter des deutschen Turniersports.

Gelegentlich hört man als Erklärung, der Pferdesport werde eben internationaler — Turniere in China, auf der Arabischen Halbinsel, in Südamerika. Das mag stimmen. Aber es erklärt gar nichts. Denn wer auf dieser Logik besteht, müsste auch erklären, warum es nach dieser Rechnung schon längst keine Vollblutrennen mehr in Deutschland geben dürfte. Internationale Reiter wollen überall reiten, nicht nur anderswo. Der globale Boom des Pferdesports ist nicht das Problem. Das Problem sitzt näher, und es sitzt auf beiden Seiten des Turnierplatzes.

Wer heute ein Turnier veranstaltet — und sei es ein kleines Kreisturnier mit ehrenamtlichem Rückhalt — steht unter einem Druck, der vor zehn Jahren so nicht existierte. Die Auflagen sind gestiegen: Sicherheitskonzepte, Tierschutzauflagen, Genehmigungsverfahren, Haftungsfragen. Wer einen Fehler macht, steht nicht nur mit einer Abmahnung da, sondern mitunter mit einem Bein vor dem Richter. Die Veranstalter sprechen von Kostensteigerungen von mehr als 25 Prozent seit der Corona-Zeit — in manchen Bereichen deutlich mehr.

Gleichzeitig wachsen die Erwartungen der Teilnehmer. Wer heute zum Turnier kommt, erwartet Infrastruktur, Service und Ausstattung, die dem Aufwand der Anreise entsprechen. Das ist verständlich — und dennoch ist es die andere Backe der Zange. Die Schere zwischen dem, was Teilnehmer erwarten, und dem, was Veranstalter unter vertretbarem Risiko noch leisten können, öffnet sich Jahr für Jahr weiter.
Dazu kommt ein Phänomen, das in keiner FN-Statistik auftaucht: Social Media als Boykottinstrument. Ein schlechtes Video, eine wütende Geschichte in einer Facebook-Gruppe, und das Turnier eines ehrenamtlichen Organisators steht drei Wochen vor der Veranstaltung unter öffentlichem Beschuss. Was einmal eine Meinungsverschiedenheit unter Reitern war, wird heute zu einer öffentlichen Kampagne — mit handfesten Folgen für Nennungen, Sponsoren und die Bereitschaft, überhaupt noch anzutreten.

Auf der anderen Seite steht der Reiter, der schlicht rechnet. Stallmiete, Tierarzt, Beschlag, Futter, Ausrüstung, Turnierlizenz, Nenngelder, Transport — wer das alles zusammenzählt, kommt schnell auf Summen, die sich ein normaler Haushalt in wirtschaftlich angespannten Zeiten nicht mehr leisten kann oder will. Die anhaltende Konjunkturflaute und gestiegene Lebenshaltungskosten machen sich überall bemerkbar — auch im Sattel.

Wer die Kosten scheut, wird Freizeitreiter. Das ist keine Niederlage, das ist eine rationale Entscheidung — und es ist gut so, denn das Pferd als Freizeitpartner hat seinen eigenen, legitimen Wert. Aber es bedeutet, dass der Pool der Turnierteilnehmer schrumpft, und mit ihm die wirtschaftliche Basis für Veranstaltungen, Vereine und Reitschulen.
Sponsoren registrieren das ebenfalls. "Die derzeitige Wirtschaftslage ist nicht gerade rosig. Die Unternehmen sparen und fangen bei den 'unnötigen Dingen' an. Und da gehört Sponsoring eben dazu", so ein Turnierdirektor. Ohne Sponsoren keine mittelgroßen Turniere. Ohne mittelgroße Turniere keine Karrieresprossen für den Nachwuchs.

Für die Araberwelt hat dieser Strukturwandel eine zusätzliche Dimension. Araberpferde waren nie der Mittelpunkt des deutschen Turnierbetriebs — aber sie profitierten von seiner Existenz. Eine aktive Reitkultur schafft Nachwuchs, der über die Reitschule zu Pferden kommt, und manche dieser Menschen landen beim Araber. Bricht die Basis weg, schmälert das auch das Potenzial für neue Begeisterte.
Araberschauen finden in Deutschland kaum noch statt. Was fehlt, ist nicht der Wille — es fehlen die Strukturen, die ehrenamtliche Veranstalter tragen und schützen, statt sie mit Auflagen zu erdrücken.
Die Antwort des Verbandes heißt "100 Schulpferde plus": eine Initiative von Pferdesport Deutschland gemeinsam mit der Reit-WM Aachen 2026, die über drei Jahre laufen und mit einem Fördervolumen von 1,3 Millionen Euro den Kauf von 100 Schulpferden bezuschussen soll. Neu eingestiegen sind die Sparkassen als Partner. Inzwischen haben sich 1.583 Vereine beworben — das Interesse ist da, die Not auch.

100 Schulpferde für 1.583 bewerbe Vereine. Die Initiative ist gut gemeint und wichtig. Aber sie löst das strukturelle Problem nicht — sie mildert es. Die Zange aus Auflagen, Kosten und schwindendem Nachwuchs schließt sich weiter, und ein Schulpferd pro ausgeloster Reitschule hält sie nicht auf. Was gebraucht würde, sind nicht nur Fördertöpfe, sondern ein ehrlicher politischer und verbandlicher Blick auf das, was Veranstalter und Reiter heute trägt — und was sie überfordert.

Quellen: FN/Pferdesport Deutschland (Turniersportstatistik 2024), Sportschau, FN-Initiative 100 Schulpferde plus, Reit-WM Aachen 2026

Die deutschen Araberzuchtverbände laden ihre Mitglieder für Samstag, den 13. Juni 2026, zu ihren Jahreshauptversammlungen in den Landgasthof Hess, Geistalstraße 8, 36286 Neuenstein-Aua, ein. Am gleichen Tag finden hier die Mitgliederversammlungen der Zuchtverbände statt, zu denen ebenfalls um zahlreiches Erscheinen gebeten wird.

Der ZSAA wird über interessante Themen und die Weiterentwicklung berichten. Züchter und Freundesmitglieder sind aufgefordert, daran mitzuwirken. Beim VZAP finden Neuwahlen des gesamten Vorstandes statt. Nach den Wahlen folgt die Abstimmung über die Änderung der Gebührenordnung. Auf dieser Versammlung werden Ehrungen und die Vergabe der Sportpferdeplaketten durch den Vorstand erfolgen.

Der Landgasthof Hess in Neuenstein-Aua liegt verkehrsgünstig in der Nähe der Anschlussstelle Bad Hersfeld-West an den Autobahnen A7 und A5.
Weitere Informationen finden Sie unter zsa-online.de und vzap.org

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